5 Tipps: Fotografieren auf Reisen

Gardasee
Gardasee

 Der Sommer ist da (oder in Hamburg tut er zumindest so) und das bedeutet: Hauptreisezeit. Doch gerade wer auch im Urlaub gerne mal mit einer "richtigen" Kamera statt nur der aus dem Smartphone fotografiert, sollte sich vorher den ein oder anderen Gedanken machen, wie das am Besten funktioniert. Daher habe mal zusammengetragen, was für mich am wichtigsten in der Reisefotoplanung ist.

1. Die richtige Ausrüstung
Wenn du schon länger fotografierst, geht es dir wahrscheinlich wie mir: Da ist schon so einiges an Ausrüstung zusammengekommen. Das sieht gut aus, das fühlt sich gut an - kann dir aber auf Reisen ein Bein stellen oder sogar zwei. Denn viel Ausrüstung bedeutet vor allem eins: Viel Gewicht! Über Kurz oder Lang hast du also nicht nur schmerzende Füße vom vielen Sightseeing zur Folge sondern auch böse Rückenschmerzen. Nicht unbedingt die beste Vorraussetzung für gute Urlaubsstimmung.


Ich bin deshalb der Meinung: Lieber etwas weniger Zeug mit sich rumschleppen und im Zweifel etwas an Qualität einbüßen, anstatt auf Teufel komm raus die besten Fotos in der höchsten Auflösung machen zu wollen. Wenn meine Fototasche im Koffer oder im Handgepäck landet ist dort meist meine alte Spiegelreflexkamera (die Canon Eos 600D) mit Kit-Objektiv oder 50mm-Brennweite drin. Mittlerweile gibt es auch sehr gute Kompaktkameras auf dem Markt, die natürlich noch kleiner sind und mit ein bisschen Know-How lassen sich sogar mit dem Smartphone tolle Fotos gestalten - aber darauf gehe ich in einem anderen Post nochmal ein! ;)

 

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Sylt

 

2. ACHTUNG, Langfinger!
Als Tourist in einem fremden Land aufzufallen, ist nicht schwer. Die Haarfarbe, der Hautton, die Kleidung - je "exotischer" unser Reiseziel wird, desto mehr fallen auch wir als Fremde im anderen Land auf. Für Taschendiebe sind wir dann, wenn wir abgelenkt von den vielen Sehenswürdigkeiten durch überfüllte Straßen schlendern, am besten noch mit der klassichen Fototasche oder dem Fotorucksack um die Schultern, nahezu gefundenes Fressen. Es lohnt sich also, die Kamera entweder ganz anders zu verstauen oder die Kameratasche zum Beispiel in einen unauffälligen Beutel zu verstauen, anstatt sie offen herumzutragen. Ich habe mittlerweile auch instinktiv immer eine Hand am Verschluss meiner Tasche in der meine Wertsachen verstaut sind, wenn mich jemand Fremdes anspricht. Grundsätzlich jeden vorsätzlich zu verurteilen ist zwar auch nicht schön, wenn man sich dadurch jedoch vor großem Ärger schützen kann durchaus mal gerechtfertigt.

 

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Gardasee

3. Das beste Licht abpassen
Egal, wo du hinfährst - um die Mittagszeit kannst du die Kamera getrost in der Tasche lassen. Denn dann steht die Sonne hoch am Himmel und wirft harte Schatten. Für erfahrene Fotografen oftmals eine tolle Herausforderung, um dabei wirklich tolle Bilder zu erhalten braucht es jedoch in der Regel schon einiges an Gefühl und Wissen für und über Bildgestaltung.

Besser also: Die Morgen- und Abendstunden. Wenn die Schatten merklich länger werden, wird auch das Licht weicher. Ideal zum fotografieren sind die sogenannte goldene und die blaue Stunde - oft wirkt vieles dann geradezu magisch! Einfach  mal "Blaue Stunde + Reisemonat" googeln, dann gelangt ihr auf diverse Seiten, die euch gute Übersichten bieten.
Ausnahme: Alle Motive, die vollständig im Schatten liegen, lassen sich natürlich zu jeder Tageszeit gut fotografieren.

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Stockholm

4. Darf ich das?
Andere Länder - andere Sitten! Insbesondere wenn du ins Ausland reist, kann es schonmal vorkommen, dass es dort gar nicht gern gesehen ist, wenn du auf offener Straße frei fotografierst. Informier dich also besser vorher, ob du etwas beachten musst, an welcher Sehenswürdigkeit fotografieren verboten ist und in welcher Kirche nur ohne Blitz fotografiert werden darf. Das kann dir eine Menge Ärger ersparen! Wenn du Einheimische mit aufs Bild bekommen möchtest, weil es das Motiv so viel authentischer macht oder die Kultur des Landes am Besten wiederspiegelt - undbedingt fragen, anstatt heimlich aus irgendeiner Ecke heraus zu fotografieren. Du möchtest das selbst schließlich sicher auch nicht.

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Barcelona

5. Weniger ist manchmal mehr!
Zu guter Letzt: Einfach mal die Kamera weglegen und den Moment genießen, durchatmen, den Blick schweifen lassen und alle Details im Panorama, Stadtbild oder wo auch immer du dich gerade herumtreibst, aufnehmen. Die eigenen, ganz persönlichen Wahrnehmungen und Erinnerungen sind schließlich auch nicht zu unterschätzen und wer sich die ganze Zeit mit Blendenwerten herumschlägt, profitiert davon am Ende nicht immer unbedingt.

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